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Mein kleines Boho Cottage – Teil 3: Das Schlafzimmer

In Teil 3 über mein kleines Boho Cottage zeige ich Euch das große Schlafzimmer im Obergeschoß. Natürlich ist auch in der ersten Etage alles weiß gestrichen. Mit dem Schlafzimmer habe ich am längsten gehadert. Zwar ist der Raum relativ groß, aber leider dunkel und er wird zu keiner Tageszeit von der Sonne beschienen. Lange Zeit hatte ich  keine Idee wie ich diesen Raum  in ein gemütliches Zimmer verwandeln könnte. Nicht nur, dass in das Zimmer kaum Licht eindringt, dominant in der Mitte befindet sich auch noch eine große Säule (ein alter Kamin, der nicht mehr benutzt wird) und alle Längswände sind stark abgeschrägt. Eine einrichtungstechnische Herausforderung par Excellence…

Nachdem ich mich dazu aufgerafft hatte, das Zimmer leer zu räumen, hat sich darin als erstes eine antike  französische Chaiselongue niedergelassen. Schlicht aus dem Grund, weil ich für das schwere, alte Möbel – in das ich mich anlässlich eines Flohmarktbesuchs schockverliebt hatte und es unbedingt kaufen musste –  keinen anderen Platz fand. Zu der Liege gesellte sich eines Tages – ebenfalls aus Platzmangel – ein antiker, goldener Glastisch von meinen Eltern. Und damit war sozusagen ohne mein Hinzutun der Grundstein gelegt, von dem aus sich alles weitere entwickelte: Dunkles Braun/Mauve mit glitzerndem Gold, ein elegant angehauchter Boho Style.

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Da der Raum keine Sonneneinstrahlung hat, habe ich die Braun- und Mauvetöne ins Lila und Rosa/Pink und das Gold ins Safrangelbe verlängert und viel Glitzer beigemischt. Voilà, so wirkt das Ganze gleich viel frischer und heller.

Die visuell nicht besonders ansprechende Säule wurde mit einem antiken Fensterladen in einem kräftigen Curry verkleidet. An Haken hängen Vintage-Kleidchen.

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Die schrägen Nische neben der Säule wurde zum Raum für ein Doppelbett. Natürlich mit einer Vintage Decke von Bohème Living und vielen bunten Boho Kissen dekoriert. In der Nische fühlt man sich herrlich geschützt und man kann ganz wunderbar schlafen.

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Wer möchte sich da nicht hinlümmeln? Aus dem ehemals unattraktiven Eck ist ein kuschelig, einladendes Plätzchen entstanden.

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Massenhaft Boho-Kram macht das Ganze noch gemütlicher: Eine Vintage Muschellampe, Mitbringsel von meinen Reisen nach Asien (wie der kleine Elefant aus Myanmar), eine Collage aus Postkarten, Fotos, Zeitungsausschnitte… Ein antiker goldener Bilderrahmen dient als Fassung für Boho-Schmuck.

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Die Nische auf der anderen Seite der Säule wurde als Arbeitsplatz gestaltet. Übergangsweise hat dort der kleine graue Vintage Tisch aus unserem Shop ein Zwischenlager erhalten. Manchmal sind unsere Lager bis oben voll und wir müssen grössere Möbel „privat“ unterbringen bis sie uns wieder verlassen. Keine Angst, es geht ihm sehr gut dort. Er wird, wie man sieht, vor allem als Ablagefläche für Papiere und Krimskrams benutzt.

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Als verbindendes Element hängt rechts vom Tisch ein weiterer Goldrahmen. Völlig nackt, aber ich finde, dass der Rahmen so wunderschön ist, dass er auch ohne Bild seine Wirkung entfaltet. In die kleinen Vintage Rähmchen oben drüber habe ich schlichte Papiere gegeben. Die Papiere sollten als Kontrast zu den alten Rahmen vorzugsweise eine moderne Optik aufweisen.

Wenden wir uns der gegenüberliegenden Seite mit den unpraktischen Schrägen zu. Wie gesagt, ist es nicht möglich, hier einen Schrank oder eine größere Kommode zu platzieren, auch wegen der Tür nicht, die im Wege steht. Die Lösung war eine Kleiderstange. Erstens praktisch und zweitens ein dekoratives Element; vor allem wenn man sie mit Lieblingsstücken behängt. Boudoir lässt grüssen, aber mit einem modernen Touch. Ich liebe diese Kleiderstange wie sie auch auf den Catwalks verwendet wird, stabil, formschön und man kann sie leicht hin und her bewegen und verstellen.

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Natürlich dürfen die passenden Schuhe nicht fehlen. Ich gestehe, ich ziehe sie nur selten an, aber als Stilelement sind sie hinreißend. Leider leide ich wie viele Frauen unter einem gewissen Cinderella-Syndrom…

Version 2

Da die Nische mit dem Bett aufgrund der kräftigen Farbgestaltung sehr dominant ist, wollte ich die andere Seite des Raumes bewusst licht und leicht gestalten. Mit der Kleiderstange, einem Rattansessel und modernen Bildern in Schwarz-Weiß wurde ein Kontrapunkt geschaffen.

Der schlichte Rattansessel ist eine schöne Ergänzung zur sonst eher üppigen Deko. Die Sujets der Bilder liebe ich besonders; schlicht in der Form, aber mit den ausdrucksstarken Porträts doch auch irgendwie Boho. Die Bilder habe ich übrigens aus einem alten Kalender ausgeschnitten.

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Der Black & White Mood fügt sich nahtlos ins Gesamtbild ein. Ein cooles Element, ein Stilbruch wie ich ihn so gerne mag.

Fazit: Inzwischen fühle ich mich pudelwohl in meinem Boho-Schlafzimmer und ich mag den Raum inzwischen genau so gerne wie alle anderen in meinem kleinen Boho-Cottage.

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2 Kommentare

    • boheme-living sagt

      Hallo liebe Bettina, ich freue mich sehr über Deinen Kommentar! Ist ja alles ein bisschen wild gemixt, aber ich finde das tut in den deutschen Landen gut, sich ein bisschen Exotik, Offenheit und Toleranz ins Haus holen. Bohogrüsse, Ni

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