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Zuhause bei Freunden im Nordschwarzwald

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Dies ist ein weiterer Beitrag unserer Rubrik ZUHAUSE BEI FREUNDEN. Wir suchen dafür Häuser und Wohnungen, die zu Bohème Living passen, die individuell und kreativ eingerichtet sind in einem bunten Mix und mit viel Seele. Manchmal ist es eine ganze Wohnung, manchmal nur ein Zimmer oder gar einzelne Nischen, die uns zu den Fotos inspirieren. Auf alle Fälle sind es die Wohnungen von ganz normalen Menschen, unserer Freunde und Bekannten, der Freunde unserer Freunde und vielleicht auch irgendwann Deine.

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Diese Bilder sind in einem alten Haus am Rande des Nordschwarzwaldes entstanden bei Freunden von uns, einem Künstler und einer passionierten Sammlerin von alten Möbeln und anderen Schätzen. Die beiden wohnen dort mit Familie und einem riesigen Hund in einem richtigen Bohème Haus mit einzigartiger Atmosphäre und angeschlossenem Atelier. Davon abgesehen, dass viele der über die Jahre gesammelten Möbel und Textilien richtige Bohème Lieblingsstücke sind, hat uns vor allem der Kontrast zwischen den großen und modernen Bildern und der Einrichtung mit zahlreichen Kuriositäten vom Flohmarkt begeistert. All das ist mit viel Mut, Kreativität und Stilgefühl zu einem bunten, individuellen und ausdrucksstarken Gesamtkunstwerk arrangiert. Fast jede Ecke ist eine Entdeckungsreise wert. Dieses bunt gemischte Bohème-Interieur zaubert eine Atmosphäre aus Kreativität und Behaglichkeit, die man so schnell nicht wieder verlassen möchte.

Unsere Gastgeberin, Michaela, erzählt uns von ihrer Sammelleidenschaft: „Schon von klein an habe ich eine wahre Sammelleidenschaft für alte Möbel und Accessoires. Bereits mit 11 Jahren besuchte ich mit großer Begeisterung Flohmärkte und schleppte meine Fundstücke nach Hause. Über die Zeit hat sich ein riesiger Fundus an alten Möbeln, Gläsern und sonstigen Dingen angesammelt. Diese möchte ich aber nicht irgendwo im Keller lagern, sondern auch zeigen. Unser ganzes Haus ist mit meinen Sammelstücken eingerichtet, kombiniert mit einigen wenigen modernen Möbeln und jeder Menge Bilder von meinem Mann.“

Claus und Michaela haben insbesondere eine grosse Leidenschaft für altes Glas in jeglicher Form, Farbe und Grösse. Alte Gläser und Glasgefäße stehen denn auch wirklich überall im Haus. Oft bilden sie mit ihrer Umgebung ein richtiges kleines Stilleben oder sie setzen einen Farbakzent, passend zu den Bildern.

Viele Fundstücke begleiten Michaela schon ein ganzes Leben. Zum Beispiel einer der Küchenstühle. „Als ich zur Schule ging wurde gegenüber ein Internat geräumt und ich fand einen Stuhl am Straßenrand. Ich rief meine Mutter an, sie müsse mich abholen, denn ich hätte einen Stuhl für mich gefunden. Dann setzte ich mich auf den Stuhl und wartete auf meine Mutter. Das war vor 35 Jahren. Der Stuhl steht jetzt in unserer Küche, mit einem Schaffell dekoriert, und ist mein absoluter Lieblingsstuhl. Von diesem Möbelstück werden ich mich wohl nie trennen.“

Mit einem Künstler verheiratet zu sein macht es natürlich leichter, sein Haus schön einzurichten. Im ganzen Haus hängen die Wände voller Kunst – Kunst aus eigener Werkstatt von Claus. Die großen, eindrucksvollen und bestechend schönen Ölgemälde komplettieren die sowieso schon sehr ausgefallene und individuelle Einrichtung und machen das ganze Haus zu einem eindrucksvollen Gesamtkunstwerk.

Und hier nun die Einrichtungstipps von Michaela.

Einrichtungstipp 1: Inspirationen sammeln

„Ich bin ständig auf der Suche nach Inspirationsquellen – Einrichtungsbücher und Wohnzeitschriften sind dafür sehr gut geeignet. Spannend ist auch der Blick über die Landesgrenzen hinaus. Ganz besonders inspiriert mich der französische Einrichtungsstil. Deshalb habe ich auch viele Wohnzeitschriften aus Frankreich und Bücher, die sich mit dem französischen Einrichtungsstil befassen. Auch sind wir viel in Frankreich und ich nehme aus vielen Häusern Ideen mit nach Deutschland.“

Einrichtungstipp 2: Mut haben und Ideen einfach ausprobieren

„Wenn ich eine neue Idee habe oder irgendwo, in einem Buch, in einer Zeitschrift, auf Reisen oder in einem Haus etwas entdecke, das mir besonders gefällt, dann probiere ich es einfach aus. Manches sieht dann toll aus und ich freue mich – anderes weniger. Im schlimmsten Fall muss ich es wieder rückgängig machen. Das ist dann zwar etwas aufwändig, aber grundsätzlich nicht dramatisch. Irgendwann habe ich mal die Decke unseres langen Flures golden gestrichen – ich war mir sicher, es würde super aussehen. Das Ergebnis hat mir so wenig gefallen, dass ich es innerhalb weniger Tage wieder in seinen Ausgangszustand zurückmalen musste.“

Einrichtunsgtipp 3: Nicht alles Wegwerfen, sondern umgestalten

„In Frankreich habe ich oft den Eindruck, dass wenig weggeworfen wird. Im Gegenteil, man lebt mit den alten Sachen, belebt sie ständig wieder, verändert sie, streicht sie und setzt sie in einen neuen Kontext – bis es wieder passt. Das ist nicht nur kreativ, sondern auch nachhaltig. Ich habe mir angewöhnt möglichst wenig wegzuwerfen – oft streiche ich alte Möbel, die mir nicht mehr gefallen, oder schleife sie ab. Ich verändere sie, bis sie mir wieder gefallen. Auch neue Griffe oder Knöpfe können Wunder wirken. Oft entstehen so sehr individuelle und außergewöhnliche Kreationen, auf die ich dann auch angesprochen werde.“

Falls Du selbst den Boho-Stil liebst, in einer Boho-Wohnung, einem Boho-Haus oder sonst einem speziellen Ort lebst (wie zum Beispiel in einer Gartenlaube, einem Wohnwagen, einem Zelt oder Baumhaus!) oder wenn Du auch nur eine Ecke Zuhause im Boho-Stil eingerichtet hast, die Dir besonders gefällt – dann schick uns doch Deine Bilder! 

 

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